Mit welchen Spielzeugen kann man die Entwicklung des Kindes fördern
Ein gut ausgewähltes Spielzeug hilft dem Kind, seine motorischen Fähigkeiten zu entwickeln, und schult die Sinne, das Sehvermögen und die Fantasie. Bei komplexeren Spielzeugen lernt das Kind Geduld, die Notwendigkeit, sich anzustrengen, und Konzentration auf das Spiel. Zu den gewünschten Fähigkeiten gehören auch das allgemeine Verständnis des Spielzeugs und die Fähigkeit, dessen Funktionsweise zu beherrschen.
2–3 Monate altes Säugling
In dieser Zeit beginnt das Kind bereits, die Welt mit den Augen wahrzunehmen, es kann Objekte scharfstellen und dreht den Kopf ihnen hinterher. Es wird sich der Fähigkeit seiner Hände bewusst – etwas zu berühren. Sein Gehör verbessert sich und es erkennt auch, woher ein Geräusch kommt. Das am besten geeignete Spielzeug für diese Phase ist eine Spielbogen mit verschiedenfarbigen Spielzeugen, die etwa 15 cm über dem Gesicht des Babys aufgehängt sind. Geeignet sind auch Spielkarussells, die über dem Bettchen aufgehängt werden.
4–5 Monate altes Säugling
In diesem Alter entwickelt sich die Motorik des Kindes am stärksten. Es beherrscht seine Hände bereits fast hundertprozentig und nimmt die Bewegung der in der Hand gehaltenen Gegenstände wahr; daher stecken sich Kinder in dieser Zeit oft mit den Händen die Füße in den Mund. Eine geeignete Wahl sind beispielsweise Schaumstoff-Bilderbücher oder Holzklötze, mit denen das Kind beispielsweise auf den Boden schlägt – so erkennt es den Zusammenhang zwischen dem Spielzeug, dem, was es damit macht, und dem Geräusch. Eine gute Wahl ist auch ein sicheres Spiegelchen, in dem das Kind sein Spiegelbild sieht.
6–8 Monate
Ab dem
sechsten Lebensmonat beginnt sich der gesamte Körper des Kindes zu festigen, und dank dessen fangen die meisten Kleinkinder bereits an zu krabbeln oder sich zumindest leicht fortzubewegen. Es perfektioniert das Umsetzen von Spielzeug von einer Hand in die andere und kann bereits in jeder Hand ein anderes Spielzeug halten, ohne das in der ersten Hand zuerst loszulassen. Das Kind kann besser zielen – indem es einen Gegenstand auf den Tisch schlägt. Geeignet sind sehr bunte Spielzeuge, ideal sind dann Gegenstände aus dem Haushalt – Löffel, Kochlöffel. Es ist sinnvoll, dem Kind auch einen Gummiball zu geben, damit es das Denken über die Bewegung des Balls nach dem Wegnehmen der Hände entwickelt. Spielzeug aus Schaumstoff, das beim Zusammendrücken mit den Händen seine Form verändert.
9–10 Monate alt
In diesen Monaten sollte dem Kind so viel Bewegung wie möglich im freien Raum gewährt werden, also außerhalb von Hüpfburgen, Lauflernhilfen, Sitzen und Kinderbetten. Kleinkinder beginnen, sich der Existenz von Spielzeug und anderen Gegenständen bewusst zu werden, auch wenn sie diese gerade nicht sehen. Wenn Sie ein Spielzeug verstecken, beobachtet es bewusst, wohin es verschwindet, und wartet dann darauf, ob es wieder auftaucht. Diese Phase ist ein sehr wichtiger Teil der Entwicklung für die weiteren Lebensmonate. Für das Kind eignen sich kleinere Spielzeuge, die es in größere Spielzeuge stecken kann, d. h. kleine Spielzeuge, die es in eine Kiste verstauen und anschließend wieder herausholen kann. Auch hier ist es wichtig, das Verständnis des Kindes für die Fähigkeit der Hände, die Bewegung des Spielzeugs zu beeinflussen, zu fördern – Spielzeuge an einer Schnur mit Rädern.
11–12 Monate
kurz vor seinem ersten Geburtstag ist das Kind
bereits in der Lage, Gegenstände absichtlich fallen zu lassen. Anschließend lernt es jedoch, wann, wie und an welcher Stelle es den Gegenstand loslassen soll. Diese Phase sollte von verschiedenen Puzzles begleitet werden – „den Gegenstand zum richtigen Zeitpunkt loslassen“ – oder beispielsweise von bunten Formen, die in die entsprechenden Öffnungen einer Schachtel gesteckt werden, sowie von Steckspielzeug und Ähnlichem. Wichtig ist in diesem Alter auch die Entwicklung der Beinmotorik; sehr gut geeignet dafür sind Lauflernhilfen oder das Ballkicken im Sitzen.